Ablauf eines Yachtgutachtens
Der weg zur sicheren Kaufentscheidung
Von der Vor-Ort-Inspektion bis zum Bericht: Hier erfahren Sie, wie eine Begutachtung typischerweise abläuft, welche Bereiche geprüft werden und wie Sie sich optimal vorbereiten.
Im nachfolgenden finden Sie einen kurzen Überblick, wie die Besichtigung im Zuge eines Bootsgutachtens oder Yachtgutachtens in Kroatien, Slowenien oder Italien klassischer Weise abläuft.
Eine Checkliste zur optimalen Vorbereitung sorgt ferner dafür, dass für den Tag der Begutachtung ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.
Der Ablauf Einer Begutachtung
Phase 1:
Die Inspektion an Land
Die Inspektion des Rumpfes bildet in der Regel den Auftakt der Besichtigung und enthält neben der Überprüfung des UW-Schiffs auch die Prüfung aller Borddurchlässe sowie der Steuer- und Antriebsanlage.
Soll auch eine Feuchtemessung erfolgen, so empfiehlt es sich, das Boot mindestens 5 Tage vorher auf Trockendock zu lagern, um verwertbare Messergebnisse zu gewährleisten.
Phase 2
Deck und Aufbauten
Im nächsten Schritt geht es an die Inspektion des Decks und der Aufbauten sowie sämtlicher Hardware in diesen Bereichen – vom Ankerzeug über die Navigationsbeleuchtung bis hin zur Reling. Besonderes Augenmerk gilt in dieser Phase auch der Rumpf-Deck Verbindung, da diese eine besonders kritische Funktion für die strukturelle Belastbarkeit eines Bootes übernimmt.
Phase 3
Maschinen und Bordsysteme
Im Anschluss geht es an das Herztück jedes Bootes: der Maschinenanlage inklusive zugehöriger Peripherie.
Ausserdem werden in dieser Phase auch sämtliche strukturellen Komponenten wie Stringer, Schoten und Wrangen überprüft.
Phase 4
Interieur und Komfortsysteme
Als nächster Schritt erfolgt die Inspektion des gesamten Interieurs sowie aller Komfort- und Cockpitsysteme.
Auf Wunsch kann in dieser Phase auch eine thermografische Überprüfung der elektrischen Einrichtungen (Schaltkasten, etc…) erfolgen.
Phase 5
Sea Trial
Ist bis hierher soweit gewährleistet, dass das Boot seetüchtig ist, folgt der Sea Trial. Hierbei wird mit dem Skipper ein detaillierter Ablaufplan unterschiedlicher Manöver (wie zB „Back-Down“ Test und „Wide open Throttle Test“) festgelegt, damit sichergestellt wird, dass alle kritischen Systeme entsprechend belastet werden, um deren einwandfreie Funktion zu überprüfen.
Natürlich kann der Ablaufplan von Fall zu Fall auch etwas von dieser Reihenfolge abweichen. In der Regel aber hat sich diese Vorgangsweise sehr gut bewährt, zumal sie erlaubt, eventuelle Mängel und Verdachtsmomente vorab zu identifizieren und diesen dann während der Belastungen beim Sea-Trial besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
Checkliste zur optimalen Vorbereitung
Um für alle Beteiligten einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, finden Sie nachfolgend eine Aufstellung aller organisatorischen Belange, die im Vorfeld der Besichtigung zu klären sind. Selbstverständlich begleiten wir Sie gerne unterstützend durch all diese Schritte.
Einwilligung des eigners einholen
Zuständigkeit: Auftraggeber, Broker
Versicherungs-deckung klären
Zuständigkeit: Auftraggeber, Broker
Skipper organisieren
Zuständigkeit: Auftraggeber, Broker, Eigner
Kran- oder Sliptermine vereinbaren
Zuständigkeit: Auftraggeber, Broker, Eigner
Ab- und Aufplanen
Zuständigkeit: Auftraggeber, Broker, Eigner
Zugang und Papiere sicherstellen
Zuständigkeit: Auftraggeber, Broker, Eigner
Ergebnis: Das Gutachten
Strukturierter
Bericht
Umfassende
Fotodokumentation
Empfehlungen &
Prioritäten
Häufige Fragen
Die Dauer der Begutachtung hängt in erster Linie von Bootstyp, Größe und Prüfumfang ab. Bei Booten bzw. Yachten bis 50 Fuss lässt sich die Begutachtung in der Regel innerhalb eines Tages durchführen. Bei größeren Yachten kann – je nach Ausstattung – auch ein zweiter Tag erforderlich sein. Die genaue Dauer wird im Angebot ausgewiesen.
Für eine aussagekräftige Bewertung des Unterwasserschiffs ist ein Sichtzugang sinnvoll. Wir empfehlen in jedem Fall eine Kranung.
Wenn vereinbart, ja. Umfang und Voraussetzungen klären wir vorab, damit die Ergebnisse im Bericht sauber einfließen.